Was ist die Bestimmung des Menschen, seine Aufgabe?

Dem, was man wirklich wirklich tun will, radikal nachzugehen, gerade auch im Sinne einer menschlichen Zukunft, ist eine große Herausforderung. Deshalb wollen wir einzelne Menschen unterstützen in ihrem Anliegen die eigene Biografie bewusst zu gestalten, in der Suche oder Ahnung der eigenen Aufgabe und Bestimmung.

Im Einzelnen wahrnehmen, was gesellschaftlich neu werden will.
In den Motiven, Visionen und der Willenskraft einzelner Menschen sehen wir die Chance „einer Zukunft die wir wollen“ (W. E. Barkhoff). Heute aber beruht eine große Hoffnung und der Glaube einer Wirksamkeit auf Organisationen. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass nur Organisationen als gemeinnützig anerkannt werden vom Staat.
Wir wollen nicht Projekte, sondern Menschen fördern. In den individuellen, noch zarten, gerade nicht „bewiesenen“ und schon gar nicht den anerkannten Ideen, sehen wir das größte Potential einer Zukunft, die wir wollen.
Das Bindeglied zwischen dem einzelnen Menschen und seiner Initiative in der Welt, ist die Gemeinschaft, also andere Menschen. Durch sie wird ermöglicht, dass Herzensanliegen in die Wirksamkeit kommen. In unseren Augen ist das die Aufgabe des Geldes – die Beziehungen zwischen den Menschen sichtbar und wirksam werden zu lassen. So verstehen wir individuelle Initiative als einen Dreiklang von Anliegen – Geld – Weltgestaltung. Dies in der Praxis zu fördern und zu beforschen, ist unser Anliegen.

Finanzielle Unabhängigkeit
Wie schaffe ich mir eine finanzielle Grundlage um das tun zu können, was meine Mission ist? Immer wieder, wenn es um die Frage nach einem Einkommen geht, fühlen sich Menschen zu großen Kompromissen gegenüber den eigenen Lebenszielen genötigt. Wie können Menschen so gefördert werden, was brauchen sie, um eigenständig ihre Biographien als Kunstwerke gestalten zu können?
Wesentliches Anliegen von „Beruf: Mensch“ ist die gelebte Praxis der Trennung von Arbeit und Einkommen. Es geht bei der Förderung ausdrücklich um Schenkgeld, welches nicht an eine konkrete Tätigkeit oder ein Projekt gebunden ist. Nur selbst verdientes Geld, gemeint ist damit Einkommen durch Erwerbsarbeit, ist ehrlich verdientes Geld – dieses Paradigma im Konkreten zu brechen und forschend ein neues Verhältnis zum Möglichmacher Geld zu fördern, ist wesentlicher Impuls von „Beruf: Mensch“. Im gemeinsamen Selbstversuch wollen wir die Beziehungen (die wirtschaftlich unerlässlich sind – wer will schon Selbstversorger sein), bewusst gestalten.

Mit „Beruf: Mensch“ zeigen wir, dass es Alternativen gibt, dass es Menschen gibt, die ihren ureigenen Aufgaben folgen, anders mit Geld umgehen und gleichzeitig daran forschen, wie das eigentlich geht.
So wie es eine dringende Notwendigkeit ist, das Saatgut zu schützen, auf Bundesebene die Volksabstimmung nutzen zu können und Impulse zu geben für ein innovatives, patientenzentrierteres Gesundheitswesen und vieles mehr, so gilt es, den Kern jeder Initiative – den einzelnen Menschen – in seinem Gestaltungswillen zu fördern.