Menschen, die sich voll auf die Entdeckung und Verwirklichung ihrer Mission in dieser Welt einlassen, wollen wir fördern.

Durch:

  • Schenkeinkommen – als innerer und äußerer Freiraum sowie gelebtes Experiment einer neuen Beziehung zu Geld. In Form eines Stipendiums (soweit Geld vorhanden ist) sowie in Form eines Schenkkreises verschiedener Menschen.
  • Wahrnehmung und Begleitung – vor allem bei biografischen Fragen und Entscheidungen.

Menschen sind keine Konzepte
Die exakte Vorgehensweise der Förderung ist nicht konzeptionell bestimmt, sondern wird nur auf der Basis von Gespräch und Wahrnehmung im individuellen Fall erarbeitet und entschieden werden. Mut zur Subjektivität ist ein Credo. In diesem Sinne ist jede Förderung ein Experiment, für welches eine gemeinsame Anschauung und Dokumentation wesentlich ist.

Geld ist Ausdruck von Beziehung
Neben der finanziellen Unterstützung die wesentliche Freiräume schafft für Neues, sehen wir eine wichtige Förderung in dem Interesse und der Begleitung eines Menschen. Aus jeder Förderung entsteht für uns eine Beziehung, die es individuell zu gestalten gilt.
Es geht uns um eine Begegnungs- und Beziehungskultur. Aus dem gegenseitigen Interesse aneinander, soll in der einen Richtung ermöglicht werden, mit einem Herzensanliegen gestalten tätig zu werden und in der anderen Richtung sollen aus den Erfahrungen damit Erkenntnisse gewonnen und gezeigt werden, wie es anders gehen kann. Eine Förderung ist nicht bedingungslos, sondern an eine Beziehung gebunden und damit an einen Austausch (wie auch immer der aussieht).
So setzt die Förderung für uns in dem Moment an, wo es in der Begegnung um das Ringen geht, zu sehen und erkennen: was ist das Herzensanliegen, wo gerät etwas in Schwingung?
Wie können wir Beziehungen gestalten, die den Einzelnen unterstützen, seine Bestimmung zu leben? Den tiefen Impuls des einzelnen Menschen zu sehen und zu unterstützen, dem gilt unser Interesse.

Das alles ist für uns die Grundlage des Schenkbegriffs!

Was an einem Menschen wird gefördert?
Im Fokus stehen für uns Menschen, die aus Eigeninitiative in Selbstbestimmung ihren Weg gestalten (wollen), in dem Bewusstsein gesellschaftlich zu wirken. Einer Ahnung, einem Gefühl von dem eigenen Impuls aus der Zukunft gilt unser besonderes Augenmerk und dem Erlebnis von existenziellem Berührt-Sein. Wir wollen Menschen fördern, die aus eigener Initiative und losgelöst von Institutionen darum ringen, gesellschaftliche Aufgaben zu ergreifen.

Folgende Situationen können z.B. interessant sein:
1. junge Menschen, die (zukünftige) Aufgaben in der Welt ergreifen wollen und dafür keine Finanzierung haben
2. Menschen, etwa in der Mitte ihres Lebens, die sich Neuausrichten / an einem Nullpunkt sind
3. Menschen, die an den Fragen und Anliegen von „Beruf Mensch“ arbeiten, forschen und mitarbeiten wollen

„Ich möchte den Menschen, den ich fördere, wahrnehmen. Aber nicht in der Richtung, ob der das jetzt verdient oder nicht. Das habe ich noch nie gedacht.
Sondern kann ich herausfinden, ob er ein Mensch ist mit einem eigenen geistigen Hintergrund, aus dem er etwas arbeitet oder gestaltet, und ihm die Förderung hilft, sich frei zu machen, dass er an dem arbeiten kann, was er vielleicht für seine Mission hält. Und wenn er immer kein Butterbrot im Kühlschrank hat, dann ist er nicht frei.“
Ingeborg Diederich, Gründerin der „Zukunftsstiftung Soziales Leben“